Die deutschen Exporte sind im Juli saisonbereinigt um 0,8 Prozent auf 138,2 Milliarden Euro gesunken, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilt. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) wertet das als erneuten Dämpfer für die deutsche Außenwirtschaft im Sommer.
USA-Geschäft stützt, Weltkonjunktur bremst
„Die Exporte erfahren im Sommer leider schon wieder einen Dämpfer. Die deutsche Außenwirtschaft spürt die Volatilität in der Handelspolitik direkt“, sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Die Ausfuhren in die USA seien wegen der Zolleinigung im sogenannten Turnberry-Deal zwar wieder gestiegen. Gleichzeitig setzten eine schwache Weltkonjunktur und eine deutliche Zunahme chinesischer Konkurrenz deutsche Exporteure unter Druck, was in der Summe zu einem Exportminus führe.
Im Jahresvergleich weiterhin ein Plus
Ein Blick auf den Jahresvergleich relativiert das Bild: Gegenüber Juli 2025 legten die Exporte um 6,1 Prozent zu, die Importe stiegen im gleichen Zeitraum um 3,0 Prozent. Aus Ex- und Importen ergab sich für Juli ein Außenhandelsüberschuss von 21,3 Milliarden Euro.
DIHK vermisst Rückenwind aus Deutschland und Europa
Treier sieht vor allem hausgemachten Nachholbedarf: „Noch immer fehlt der Rückenwind verbesserter Standortbedingungen in Deutschland und Europa.“ Immerhin weise die handelspolitische Agenda der EU auf bessere Perspektiven eines regelbasierten und verlässlichen internationalen Handels zwischen dem europäischen Binnenmarkt und wichtigen internationalen Handelspartnern hin.









